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G-Codes

Dieses Dokument beschreibt die von Klipper unterstützten Befehle. Dies sind Befehle, die man auf der OctoPrint Registerkarte Terminals eingeben kann.

G-code Befehle

Klipper unterstützt die unten aufgelisteten G-Code Befehle:

  • Bewegung (G0 oder G1): G1 [X<pos>] [Y<pos>] [Z<pos>] [E<pos>] [F<speed>]
  • Dwell: G4 P<milliseconds>
  • Zum Nullpunkt fahren: G28 [X] [Y] [Z]
  • Motoren abschalten: M18 oder M84
  • Abwarten, bis die aktuellen Bewegungen beendet sind: M400
  • Absolute/relative Abstände für die Extrusion verwenden: M82, M83
  • Absolute/relative Koordinaten verwenden: G90, G91
  • Position festlegen: G92 [X<pos>] [Y<pos>] [Z<pos>] [E<pos>]
  • Prozentuale Überschreibung des Geschwindigkeitsfaktors einstellen: M220 S<percent>
  • Prozentuale Überschreibung des Extrusionsfaktors einstellen: M221 S<percent>
  • Beschleunigung setzen: M204 S<value> ODER M204 P<value> T<value>
    • Hinweis: Wird S nicht angegeben und sind sowohl P als auch T angegeben, so wird die Beschleunigung auf das Minimum von P und T gesetzt. Ist nur P oder nur T angegeben, hat der Befehl keine Wirkung.
  • Extrudertemperatur anzeigen: M105
  • Extrudertemperatur einstellen: M104 [T<index>] [S<temperature>]
  • Extruder-Temperatur setzen und warten: M109 [T<index>] S<temperature>
    • Hinweis: M109 wartet immer, bis sich die Temperatur auf dem angeforderten Wert eingependelt hat
  • Druckbetttemperatur einstellen: M140 [S<temperature>]
  • Betttemperatur einstellen und abwarten: M190 S<temperature>
    • Hinweis: M190 wartet immer, bis sich die Temperatur auf dem angeforderten Wert eingependelt hat
  • Lüftergeschwindigkeit einstellen: M106 S<value>
  • Lüfter ausschalten: M107
  • Notausschalter: M112
  • Aktuelle Position anzeigen: M114
  • Firmware Version anzeigen: M115

Weitere Einzelheiten zu den oben genannten Befehlen finden Sie in der RepRap-G-Code-Dokumentation.

Klipper hat zum Ziel, die G-Code-Befehle zu unterstützen, die von verbreiteter Drittanbietersoftware (z. B. OctoPrint, Printrun, Slic3r, Cura usw.) in deren Standardkonfiguration erzeugt werden. Es ist nicht das Ziel, jeden denkbaren G-Code-Befehl zu unterstützen. Klipper setzt stattdessen auf gut lesbare "erweiterte G-Code-Befehle". Ebenso ist die G-Code-Terminalausgabe ausschließlich für die Lesbarkeit durch Menschen gedacht – wenn Sie Klipper aus externer Software heraus steuern möchten, siehe das Dokument zum API-Server.

Wenn Sie einen weniger verbreiteten G-Code-Befehl benötigen, lässt er sich unter Umständen mit einem eigenen gcode_macro-Konfigurationsabschnitt umsetzen. So könnte man damit beispielsweise G12, G29, G30, G31, M42, M80, M81, T1 usw. implementieren.

Weitere Befehle

Klipper verwendet "erweiterte" G-Code-Befehle für die allgemeine Konfiguration und Statusabfrage. Diese erweiterten Befehle folgen alle einem ähnlichen Format: Sie beginnen mit einem Befehlsnamen, auf den ein oder mehrere Parameter folgen können. Zum Beispiel: SET_SERVO SERVO=myservo ANGLE=5.3. In diesem Dokument werden Befehle und Parameter in Großbuchstaben dargestellt, sie sind jedoch nicht case-sensitiv. ("SET_SERVO" und "set_servo" führen also denselben Befehl aus.)

Dieser Abschnitt ist nach Klipper-Modulnamen gegliedert, die in der Regel den Abschnittsnamen aus der Druckerkonfigurationsdatei entsprechen. Beachten Sie, dass einige Module automatisch geladen werden.

[adxl345]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn ein adxl345-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

ACCELEROMETER_MEASURE

ACCELEROMETER_MEASURE [CHIP=<config_name>] [NAME=<value>]: Startet Beschleunigungsmessungen mit der angeforderten Anzahl von Messwerten pro Sekunde. Wird CHIP nicht angegeben, gilt standardmäßig "adxl345". Der Befehl arbeitet im Start-Stopp-Modus: Beim ersten Aufruf startet er die Messungen, beim nächsten Aufruf stoppt er sie. Die Messergebnisse werden in eine Datei namens /tmp/adxl345-<chip>-<name>.csv geschrieben, wobei <chip> der Name des Beschleunigungssensor-Chips ist (my_chip_name aus [adxl345 my_chip_name]) und <name> dem optionalen Parameter NAME entspricht. Wird NAME nicht angegeben, wird standardmäßig die aktuelle Zeit im Format "YYYYMMDD_HHMMSS" verwendet. Hat der Beschleunigungssensor in seinem Konfigurationsabschnitt keinen Namen (einfach [adxl345]), entfällt der Teil <chip> im Dateinamen.

ACCELEROMETER_QUERY

ACCELEROMETER_QUERY [CHIP=<config_name>] [RATE=<value>]: Fragt den aktuellen Wert des Beschleunigungssensors ab. Wird CHIP nicht angegeben, gilt standardmäßig "adxl345". Wird RATE nicht angegeben, wird der Standardwert verwendet. Dieser Befehl eignet sich, um die Verbindung zum ADXL345-Beschleunigungssensor zu testen: Einer der zurückgegebenen Werte sollte der Erdbeschleunigung entsprechen (zuzüglich/abzüglich eines gewissen Rauschens des Chips).

ACCELEROMETER_DEBUG_READ

ACCELEROMETER_DEBUG_READ [CHIP=<config_name>] REG=<register>: queries ADXL345 register "register" (e.g. 44 or 0x2C). Kann für Debugging Zwecke nützlich sein

ACCELEROMETER_DEBUG_WRITE

ACCELEROMETER_DEBUG_WRITE [CHIP=<config_name>] REG=<register> VAL=<value>: Schreibt den Rohwert "value" in ein Register "register". Sowohl "value" als auch "register" können eine dezimale oder hexadezimale Ganzzahl sein. Verwenden Sie es mit Vorsicht und konsultieren Sie das Datenblatt des ADXL345 für weitere Informationen.

[angle]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn ein angle-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

ANGLE_CALIBRATE

ANGLE_CALIBRATE CHIP=<chip_name>: Führt eine Winkelkalibrierung für den angegebenen Sensor durch (es muss einen Konfigurationsabschnitt [angle chip_name] geben, in dem ein stepper-Parameter angegeben ist). WICHTIG: Dieses Werkzeug lässt den Schrittmotor verfahren, ohne die üblichen kinematischen Grenzen zu prüfen. Idealerweise sollte der Motor vor der Kalibrierung von jedem Druckerschlitten getrennt werden. Lässt sich der Schrittmotor nicht vom Drucker trennen, achten Sie darauf, dass sich der Schlitten vor dem Start der Kalibrierung nahe der Mitte seiner Schiene befindet. (Der Schrittmotor kann sich während dieses Tests um zwei volle Umdrehungen vorwärts oder rückwärts bewegen.) Verwenden Sie nach Abschluss des Tests den Befehl SAVE_CONFIG, um die Kalibrierdaten in die Konfigurationsdatei zu schreiben. Für dieses Werkzeug muss das Python-Paket "numpy" installiert sein (weitere Informationen finden Sie im Dokument zum Messen von Resonanzen).

ANGLE_CHIP_CALIBRATE

ANGLE_CHIP_CALIBRATE CHIP=<chip_name>: Führt die interne Sensorkalibrierung durch, sofern implementiert (MT6826S/MT6835).

  • MT68XX: Der Motor sollte vor der Durchführung der Kalibrierung von jeglichem Druckerschlitten getrennt werden. Nach der Kalibrierung sollte der Sensor durch Trennen der Stromversorgung zurückgesetzt werden.

ANGLE_DEBUG_READ

ANGLE_DEBUG_READ CHIP=<config_name> REG=<register>: Fragt das Sensorregister "register" ab (z. B. 44 oder 0x2C). Das kann zu Debugging-Zwecken nützlich sein. Nur für tle5012b-Chips verfügbar.

ANGLE_DEBUG_WRITE

ANGLE_DEBUG_WRITE CHIP=<config_name> REG=<register> VAL=<value>: Schreibt den Rohwert "value" in das Register "register". Sowohl "value" als auch "register" können eine dezimale oder hexadezimale Ganzzahl sein. Mit Vorsicht verwenden und im Datenblatt des Sensors nachschlagen. Nur für tle5012b-Chips verfügbar.

[axis_twist_compensation]

The following commands are available when the axis_twist_compensation config section is enabled.

AXIS_TWIST_COMPENSATION_CALIBRATE

AXIS_TWIST_COMPENSATION_CALIBRATE [AXIS=<X|Y>] [SAMPLE_COUNT=<value>]

Kalibriert die Kompensation der Achsenverdrehung, indem die Zielachse angegeben oder die automatische Kalibrierung aktiviert wird.

  • AXIS: Legt die Achse (X oder Y) fest, für die die Verdrehungskompensation kalibriert wird. Wird sie nicht angegeben, lautet der Standardwert 'X'.

[bed_mesh]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn der bed_mesh-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist (siehe auch die Bed-Mesh-Anleitung).

BED_MESH_CALIBRATE

BED_MESH_CALIBRATE [PROFILE=<name>] [METHOD=manual] [HORIZONTAL_MOVE_Z=<value>] [<probe_parameter>=<value>] [<mesh_parameter>=<value>] [ADAPTIVE=1] [ADAPTIVE_MARGIN=<value>]: Dieser Befehl sondiert das Bett anhand der in der Konfiguration angegebenen, generierten Punkte. Nach der Sondierung wird ein Mesh erzeugt und die Z-Bewegung entsprechend diesem Mesh angepasst. Das Mesh ist unmittelbar nach erfolgreichem Abschluss von BED_MESH_CALIBRATE aktiv. Das Mesh wird in einem durch den Parameter PROFILE angegebenen Profil gespeichert, oder in default, falls nicht angegeben. Wird ADAPTIVE=1 angegeben, beginnt der Profilname mit adaptive- und sollte nicht zur Wiederverwendung gespeichert werden. Details zu den optionalen Sondierungsparametern finden Sie beim Befehl PROBE. Wird METHOD=manual angegeben, wird das manuelle Sondierungswerkzeug aktiviert - siehe den obigen Befehl MANUAL_PROBE für Details zu den zusätzlichen Befehlen, die während der Aktivität dieses Werkzeugs verfügbar sind. Der optionale Wert HORIZONTAL_MOVE_Z überschreibt die in der Konfigurationsdatei angegebene Option horizontal_move_z. Wird ADAPTIVE=1 angegeben, werden die im gedruckten G-Code definierten Objekte verwendet, um den sondierten Bereich festzulegen. Der optionale Wert ADAPTIVE_MARGIN überschreibt die in der Konfigurationsdatei angegebene Option adaptive_margin.

BED_MESH_OUTPUT

BED_MESH_OUTPUT PGP=[<0:1>]: Dieser Befehl gibt die aktuell abgetasteten Z-Werte sowie die aktuellen Mesh-Werte im Terminal aus. Wird PGP=1 angegeben, werden zusätzlich die von bed_mesh erzeugten X- und Y-Koordinaten samt zugehöriger Indizes im Terminal ausgegeben.

BED_MESH_MAP

BED_MESH_MAP: Wie BED_MESH_OUTPUT gibt dieser Befehl den aktuellen Zustand des Meshes im Terminal aus. Statt die Werte in einem menschenlesbaren Format auszugeben, wird der Zustand im JSON-Format serialisiert. Dadurch können OctoPrint-Plugins die Daten einfach erfassen und Höhenkarten erzeugen, die die Bettoberfläche annähern.

BED_MESH_CLEAR

BED_MESH_CLEAR: Dieser Befehl löscht das Mesh und entfernt sämtliche Z-Anpassungen. Es empfiehlt sich, ihn in den End-G-Code aufzunehmen.

BED_MESH_PROFILE

BED_MESH_PROFILE LOAD=<name> SAVE=<name> REMOVE=<name>: Dieser Befehl bietet eine Profilverwaltung für den Mesh-Zustand. LOAD stellt den Mesh-Zustand aus dem Profil mit dem angegebenen Namen wieder her. SAVE speichert den aktuellen Mesh-Zustand in einem Profil mit dem angegebenen Namen. REMOVE löscht das Profil mit dem angegebenen Namen aus dem persistenten Speicher. Beachten Sie, dass nach SAVE- oder REMOVE-Vorgängen der G-Code SAVE_CONFIG ausgeführt werden muss, damit die Änderungen im persistenten Speicher dauerhaft übernommen werden.

BED_MESH_OFFSET

BED_MESH_OFFSET [X=<value>] [Y=<value>] [ZFADE=<value]: Wendet X-, Y- und/oder ZFADE-Versätze auf die Mesh-Abfrage an. Dies ist bei Druckern mit unabhängigen Extrudern nützlich, da nach einem Werkzeugwechsel ein Versatz erforderlich ist, um die korrekte Z-Anpassung zu erzielen. Beachten Sie, dass ein ZFADE-Versatz keine zusätzliche Z-Anpassung direkt bewirkt; er dient dazu, die fade-Berechnung zu korrigieren, wenn ein gcode offset auf die Z-Achse angewendet wurde.

[bed_screws]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn der bed_screws-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist (siehe auch die Anleitung zum manuellen Nivellieren).

BED_SCREWS_ADJUST

BED_SCREWS_ADJUST: Dieser Befehl startet das Werkzeug zum Justieren der Bettschrauben. Es fährt die Düse an verschiedene Positionen (wie in der Konfigurationsdatei festgelegt) und ermöglicht es, die Bettschrauben so einzustellen, dass das Bett überall den gleichen Abstand zur Düse hat.

[bed_tilt]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn der bed_tilt-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

BED_TILT_CALIBRATE

BED_TILT_CALIBRATE [METHOD=manual] [HORIZONTAL_MOVE_Z=<value>] [<probe_parameter>=<value>]: Dieser Befehl tastet die in der Konfiguration angegebenen Punkte ab und empfiehlt anschließend aktualisierte Neigungsanpassungen für X und Y. Details zu den optionalen Sondenparametern finden Sie beim Befehl PROBE. Wird METHOD=manual angegeben, wird das manuelle Abtastwerkzeug aktiviert – Einzelheiten zu den zusätzlichen Befehlen, die bei aktivem Werkzeug zur Verfügung stehen, finden Sie oben beim Befehl MANUAL_PROBE. Der optionale Wert HORIZONTAL_MOVE_Z überschreibt die in der Konfigurationsdatei angegebene Option horizontal_move_z.

[bltouch]

Der folgende Befehl steht zur Verfügung, wenn ein bltouch-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist (siehe auch die BL-Touch-Anleitung).

BLTOUCH_DEBUG

BLTOUCH_DEBUG COMMAND=<command>: Sendet einen Befehl an den BLTouch. Das kann zur Fehlersuche nützlich sein. Verfügbare Befehle sind: pin_down, touch_mode, pin_up, self_test, reset. Ein BL-Touch V3.0 oder V3.1 unterstützt möglicherweise zusätzlich die Befehle set_5V_output_mode, set_OD_output_mode und output_mode_store.

BLTOUCH_STORE

BLTOUCH_STORE MODE=<output_mode>: Speichert einen Ausgabemodus im EEPROM eines BLTouch V3.1. Verfügbare output_modes sind: 5V, OD

[configfile]

Das configfile Modul wird automatisch geladen.

SAVE_CONFIG

SAVE_CONFIG: Dieser Befehl überschreibt die Hauptkonfigurationsdatei des Druckers und startet die Host-Software neu. Er wird zusammen mit anderen Kalibrierbefehlen verwendet, um die Ergebnisse von Kalibriertests zu speichern.

[delayed_gcode]

Der folgende Befehl ist verfügbar, wenn ein delayed_gcode-Konfigurationsabschnitt aktiviert wurde (siehe auch die Vorlagen-Anleitung).

UPDATE_DELAYED_GCODE

UPDATE_DELAYED_GCODE [ID=<name>] [DURATION=<seconds>]: Aktualisiert die Verzögerungsdauer für den angegebenen [delayed_gcode] und startet den Timer für die G-Code-Ausführung. Der Wert 0 verhindert die Ausführung eines anstehenden verzögerten G-Codes.

[delta_calibrate]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn der delta_calibrate-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist (siehe auch die Anleitung zur Delta-Kalibrierung).

DELTA_CALIBRATE

DELTA_CALIBRATE [METHOD=manual] [HORIZONTAL_MOVE_Z=<value>] [<probe_parameter>=<value>]: Dieser Befehl tastet sieben Punkte auf dem Bett ab und empfiehlt aktualisierte Endschalterpositionen, Turmwinkel und Radius. Details zu den optionalen Sondenparametern finden Sie beim Befehl PROBE. Wird METHOD=manual angegeben, wird das manuelle Abtastwerkzeug aktiviert – Einzelheiten zu den zusätzlichen Befehlen, die bei aktivem Werkzeug zur Verfügung stehen, finden Sie oben beim Befehl MANUAL_PROBE. Der optionale Wert HORIZONTAL_MOVE_Z überschreibt die in der Konfigurationsdatei angegebene Option horizontal_move_z.

DELTA_ANALYZE

DELTA_ANALYZE: Dieser Befehl wird bei der erweiterten Delta-Kalibrierung verwendet. Einzelheiten finden Sie unter Delta Calibrate.

[display]

Der folgende Befehl steht zur Verfügung, wenn ein display-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

SET_DISPLAY_GROUP

SET_DISPLAY_GROUP [DISPLAY=<display>] GROUP=<group>: Legt die aktive Anzeigegruppe eines LCD-Displays fest. Damit lassen sich in der Konfiguration mehrere Anzeigedatengruppen definieren, z. B. [display_data <group> <elementname>], zwischen denen mit diesem erweiterten G-Code-Befehl umgeschaltet werden kann. Wird DISPLAY nicht angegeben, gilt standardmäßig "display" (das primäre Display).

[display_status]

Das Modul display_status wird automatisch geladen, wenn ein display-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist. Es stellt die folgenden Standard-G-Code-Befehle bereit:

  • Nachricht anzeigen: M117 <Nachricht >
  • Baufortschritt in Prozent setzen: M73 P<percent>

Außerdem gibt es den folgenden erweiterten G-Code-Befehl:

  • SET_DISPLAY_TEXT MSG=<message>: Führt das Äquivalent zu M117 aus und setzt das übergebene MSG als aktuelle Displaynachricht. Wird MSG weggelassen, wird das Display geleert.

[dual_carriage]

Der folgende Befehl steht zur Verfügung, wenn der dual_carriage-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

SET_DUAL_CARRIAGE

SET_DUAL_CARRIAGE CARRIAGE=<carriage> [MODE=[PRIMARY|COPY|MIRROR|INACTIVE]]: Dieser Befehl ändert den Modus des angegebenen Schlittens. Wird kein MODE angegeben, ist PRIMARY der Standardwert. <carriage> muss auf einen definierten primären oder Dual-Schlitten für generic_cartesian-Kinematik verweisen oder bei allen anderen IDEX-unterstützenden Kinematiken 0 (für den primären Schlitten) oder 1 (für den Dual-Schlitten) sein. Das Setzen des Modus auf PRIMARY deaktiviert alle anderen Schlitten derselben Achse und lässt den angegebenen Schlitten nachfolgende G-Code-Bewegungsbefehle unverändert ausführen. Bevor der Modus COPY oder MIRROR für einen Schlitten aktiviert wird, muss ein anderer Schlitten auf derselben Achse als PRIMARY aktiviert sein. In einem dieser beiden Modi folgt der Schlitten den nachfolgenden G-Code-Bewegungen und kopiert entweder relative Bewegungen (im Modus COPY) oder führt sie in entgegengesetzter (gespiegelter) Richtung aus (im Modus MIRROR). Das Setzen des Modus auf INACTIVE deaktiviert den Schlitten und lässt ihn weitere G-Code-Bewegungen ignorieren. Beachten Sie, dass das Deaktivieren des primären Schlittens einer Achse andere im Modus COPY oder MIRROR arbeitende Schlitten nicht deaktiviert; dies kann genutzt werden, um den Druck eines fehlgeschlagenen Teils mit einem beliebigen Werkzeug zu stoppen und dieses Werkzeug zu parken, um Kollisionen mit einem unvollendeten Teil zu vermeiden - siehe diese Beispielkonfiguration für Makrobeispiele.

SAVE_DUAL_CARRIAGE_STATE

SAVE_DUAL_CARRIAGE_STATE [NAME=<state_name>]: Speichert die aktuellen Positionen der beiden Schlitten sowie deren Modi. Das Speichern und Wiederherstellen des DUAL_CARRIAGE-Zustands kann in Skripten und Makros sowie in überschriebenen Homing-Routinen nützlich sein. Wird NAME angegeben, kann der gespeicherte Zustand mit der angegebenen Zeichenkette benannt werden. Wird NAME nicht angegeben, lautet der Standardwert "default".

RESTORE_DUAL_CARRIAGE_STATE

RESTORE_DUAL_CARRIAGE_STATE [NAME=<state_name>] [MOVE=[0|1] [MOVE_SPEED=<speed>]]: Stellt die zuvor gespeicherten Zustände aller Dual-Schlitten und ihrer primären Schlitten wieder her. Dieser Befehl stellt die Modi der Schlitten wieder her und bewegt sie an ihre zuvor gespeicherten Positionen, sofern nicht "MOVE=0" angegeben ist. Werden Positionen wiederhergestellt und ist "MOVE_SPEED" angegeben, bewegen sich die Schlitten mit höchstens der angegebenen Geschwindigkeit (in mm/s); andernfalls dienen die Homing-Geschwindigkeiten der jeweiligen Schlitten als Referenz. Beachten Sie, dass die Schlitten ihre Positionen nur entlang ihrer eigenen Achsen wiederherstellen, was notwendig sein kann, um den COPY- und MIRROR-Modus des Dual-Schlittens korrekt wiederherzustellen. Zusätzlich aktualisiert dieser Befehl die Klipper-Werkzeugkopfposition für jede Achse mit Dual-Schlitten: Sie wird auf die tatsächliche Position des aktivierten primären Schlittens einer Achse gesetzt, oder, falls eine Achse keinen gespeicherten primären Schlitten hat, auf die Achsposition zum Zeitpunkt des Aufrufs von SAVE_DUAL_CARRIAGE_STATE.

[endstop_phase]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn ein endstop_phase-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist (siehe auch die Anleitung zur Endschalterphase).

ENDSTOP_PHASE_CALIBRATE

ENDSTOP_PHASE_CALIBRATE [STEPPER=<config_name>]: Wird kein STEPPER-Parameter angegeben, meldet dieser Befehl Statistiken zu den Schrittmotorphasen an den Endschaltern während der vergangenen Homing-Vorgänge. Wird ein STEPPER-Parameter angegeben, sorgt der Befehl dafür, dass die ermittelte Endschalter-Phaseneinstellung in die Konfigurationsdatei geschrieben wird (zusammen mit dem Befehl SAVE_CONFIG).

[exclude_object]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn ein exclude_object-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist (siehe auch die Anleitung zu Exclude Object):

EXCLUDE_OBJECT

EXCLUDE_OBJECT [NAME=object_name] [CURRENT=1] [RESET=1]: Ohne Parameter gibt dieser Befehl eine Liste aller derzeit ausgeschlossenen Objekte zurück.

Wenn der Parameter NAME angegeben wird, wird das benannte Objekt vom Druck ausgeschlossen.

Wenn der Parameter CURRENT angegeben wird, wird das aktuelle Objekt vom Druck ausgeschlossen.

Wenn der Parameter RESET angegeben wird, wird die Liste der ausgeschlossenen Objekte geleert. Wird zusätzlich NAME angegeben, so wird nur das benannte Objekt zurückgesetzt. Dies kann zu fehlerhaften Drucken führen, wenn bereits Schichten übersprungen wurden.

EXCLUDE_OBJECT_DEFINE

EXCLUDE_OBJECT_DEFINE [NAME=object_name [CENTER=X,Y] [POLYGON=[[x,y],...]] [RESET=1] [JSON=1]: Liefert eine Zusammenfassung eines Objekts in der Datei.

Ohne angegebene Parameter werden die Klipper bekannten definierten Objekte aufgelistet. Gibt eine Liste von Zeichenketten zurück, sofern nicht der Parameter JSON angegeben wird; in diesem Fall werden die Objektdetails im JSON-Format zurückgegeben.

Wenn der Parameter NAME enthalten ist, definiert dies ein Objekt, das ausgeschlossen werden kann.

  • NAME: Dieser Parameter ist erforderlich. Er ist der Bezeichner, der von anderen Befehlen dieses Moduls verwendet wird.
  • CENTER: Eine X,Y-Koordinate für das Objekt.
  • POLYGON: Ein Array von X,Y-Koordinaten, die einen Umriss des Objekts beschreiben.

Wenn der Parameter RESET angegeben wird, werden alle definierten Objekte gelöscht und das Modul [exclude_object] wird zurückgesetzt.

EXCLUDE_OBJECT_START

EXCLUDE_OBJECT_START NAME=object_name: Dieser Befehl erwartet einen Parameter NAME und kennzeichnet den Beginn des G-Codes für ein Objekt auf der aktuellen Schicht.

EXCLUDE_OBJECT_END

EXCLUDE_OBJECT_END [NAME=object_name]: Kennzeichnet das Ende des G-Codes des Objekts für die Schicht. Er bildet ein Paar mit EXCLUDE_OBJECT_START. Ein Parameter NAME ist optional und führt lediglich zu einer Warnung, wenn der angegebene Name nicht mit dem aktuellen Objekt übereinstimmt.

[extruder]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn ein extruder-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist:

ACTIVATE_EXTRUDER

ACTIVATE_EXTRUDER EXTRUDER=<config_name>: Bei einem Drucker mit mehreren extruder-Konfigurationsabschnitten wechselt dieser Befehl das aktive Hotend.

SET_PRESSURE_ADVANCE

SET_PRESSURE_ADVANCE [EXTRUDER=<config_name>] [ADVANCE=<pressure_advance>] [SMOOTH_TIME=<pressure_advance_smooth_time>]: Setzt die Pressure-Advance-Parameter eines Extruder-Schrittmotors (wie in einem Konfigurationsabschnitt extruder oder extruder_stepper definiert). Wird EXTRUDER nicht angegeben, wird standardmäßig der im aktiven Hotend definierte Schrittmotor verwendet.

SET_EXTRUDER_ROTATION_DISTANCE

SET_EXTRUDER_ROTATION_DISTANCE EXTRUDER=<config_name> [DISTANCE=<distance>]: Setzt einen neuen Wert für die "rotation distance" des angegebenen Extruder-Schrittmotors (wie in einem Konfigurationsabschnitt extruder oder extruder_stepper definiert). Ist die Rotationsdistanz eine negative Zahl, wird die Bewegung des Schrittmotors invertiert (relativ zur in der Konfigurationsdatei angegebenen Motorrichtung). Geänderte Einstellungen bleiben nach einem Klipper-Reset nicht erhalten. Verwenden Sie dies mit Vorsicht, da kleine Änderungen zu übermäßigem Druck zwischen Extruder und Hotend führen können. Führen Sie vor der Verwendung eine ordnungsgemäße Kalibrierung mit Filament durch. Wird kein Wert für 'DISTANCE' angegeben, gibt dieser Befehl die aktuelle Rotationsdistanz zurück.

SYNC_EXTRUDER_MOTION

SYNC_EXTRUDER_MOTION EXTRUDER=<name> MOTION_QUEUE=<name>: Dieser Befehl bewirkt, dass der durch EXTRUDER angegebene Schrittmotor (wie in einem Konfigurationsabschnitt extruder oder extruder_stepper definiert) mit der Bewegung des durch MOTION_QUEUE angegebenen Extruders (wie in einem Konfigurationsabschnitt extruder definiert) synchronisiert wird. Ist MOTION_QUEUE eine leere Zeichenkette, wird der Schrittmotor von jeglicher Extruderbewegung entkoppelt.

[fan_generic]

Der folgende Befehl steht zur Verfügung, wenn ein fan_generic-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

SET_FAN_SPEED

SET_FAN_SPEED FAN=config_name SPEED=<speed> Dieser Befehl legt die Drehzahl eines Lüfters fest. "speed" muss zwischen 0.0 und 1.0 liegen.

SET_FAN_SPEED FAN=config_name TEMPLATE=<template_name> [<param_x>=<literal>]: Wird TEMPLATE angegeben, weist dies dem jeweiligen Lüfter ein display_template zu. Wurde beispielsweise ein Konfigurationsabschnitt [display_template my_fan_template] definiert, könnte hier TEMPLATE=my_fan_template zugewiesen werden. Das display_template sollte eine Zeichenkette mit einer Fließkommazahl des gewünschten Werts erzeugen. Das Template wird fortlaufend ausgewertet, und der Lüfter wird automatisch auf die resultierende Geschwindigkeit gesetzt. Für die Template-Auswertung können display_template-Parameter gesetzt werden (die Parameter werden als Python-Literale interpretiert). Ist TEMPLATE ein leerer String, löscht dieser Befehl ein zuvor dem Pin zugewiesenes Template (die Werte können dann über SET_FAN_SPEED-Befehle direkt verwaltet werden).

[filament_switch_sensor]

Der folgende Befehl steht zur Verfügung, wenn ein Konfigurationsabschnitt filament_switch_sensor oder filament_motion_sensor aktiviert ist.

QUERY_FILAMENT_SENSOR

QUERY_FILAMENT_SENSOR SENSOR=<sensor_name>: Fragt den aktuellen Status des Filamentsensors ab. Welche Daten im Terminal angezeigt werden, hängt vom in der Konfiguration festgelegten Sensortyp ab.

SET_FILAMENT_SENSOR

SET_FILAMENT_SENSOR SENSOR=<sensor_name> ENABLE=[0|1]: Schaltet den Filamentsensor ein oder aus. Bei ENABLE=0 wird der Filamentsensor deaktiviert, bei 1 aktiviert.

[firmware_retraction]

Die folgenden Standard-G-Code-Befehle stehen zur Verfügung, wenn der firmware_retraction-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist. Mit diesen Befehlen können Sie die in vielen Slicern verfügbare Firmware-Retract-Funktion nutzen, um Fadenziehen bei Bewegungen ohne Extrusion von einem Teil des Drucks zum nächsten zu verringern. Ein passend konfigurierter Pressure Advance verkürzt die erforderliche Einzugslänge.

  • G10: Zieht das Filament im Extruder mit den aktuell konfigurierten Parametern ein.
  • G11: Schiebt das Filament im Extruder mit den aktuell konfigurierten Parametern wieder vor.

Die folgenden weiteren Befehle sind ebenfalls verfügbar.

SET_RETRACTION

SET_RETRACTION [RETRACT_LENGTH=<mm>] [RETRACT_SPEED=<mm/s>] [UNRETRACT_EXTRA_LENGTH=<mm>] [UNRETRACT_SPEED=<mm/s>]: Passt die Parameter an, die für den Firmware-Retract verwendet werden. RETRACT_LENGTH bestimmt die Filamentlänge, die eingezogen und wieder ausgegeben wird. Die Einzugsgeschwindigkeit wird über RETRACT_SPEED eingestellt und üblicherweise recht hoch gewählt. Die Geschwindigkeit beim Zurückschieben wird über UNRETRACT_SPEED eingestellt und ist nicht besonders kritisch, liegt aber häufig unter RETRACT_SPEED. In manchen Fällen ist es sinnvoll, beim Zurückschieben eine kleine zusätzliche Länge zu ergänzen; diese wird über UNRETRACT_EXTRA_LENGTH festgelegt. SET_RETRACTION wird üblicherweise im Rahmen der filamentspezifischen Slicer-Konfiguration gesetzt, da unterschiedliche Filamente unterschiedliche Parameterwerte erfordern.

GET_RETRACTION

GET_RETRACTION: Fragt die aktuell für den Firmware-Retract verwendeten Parameter ab und zeigt sie im Terminal an.

[force_move]

Das Modul force_move wird automatisch geladen, einige Befehle erfordern jedoch das Setzen von enable_force_move in der Druckerkonfiguration.

STEPPER_BUZZ

STEPPER_BUZZ STEPPER=<config_name>: Bewegt den angegebenen Schrittmotor einen Millimeter vorwärts und anschließend einen Millimeter rückwärts, insgesamt zehnmal. Dies ist ein Diagnosewerkzeug, mit dem sich die Anbindung eines Schrittmotors überprüfen lässt.

FORCE_MOVE

FORCE_MOVE STEPPER=<config_name> DISTANCE=<value> VELOCITY=<value> [ACCEL=<value>]: Dieser Befehl bewegt den angegebenen Schrittmotor zwangsweise um die angegebene Strecke (in mm) mit der angegebenen konstanten Geschwindigkeit (in mm/s). Wird ACCEL angegeben und ist größer als null, wird die angegebene Beschleunigung (in mm/s^2) verwendet; andernfalls findet keine Beschleunigung statt. Es werden keine Grenzwerte geprüft, keine kinematischen Aktualisierungen vorgenommen, und weitere parallele Schrittmotoren einer Achse werden nicht mitbewegt. Seien Sie vorsichtig, denn ein falscher Befehl kann Schäden verursachen! Die Verwendung dieses Befehls versetzt die Low-Level-Kinematik fast sicher in einen falschen Zustand; setzen Sie anschließend ein G28 ab, um die Kinematik zurückzusetzen. Dieser Befehl ist für Low-Level-Diagnose und Debugging gedacht.

SET_KINEMATIC_POSITION

SET_KINEMATIC_POSITION [X=<value>] [Y=<value>] [Z=<value>] [SET_HOMED=<[X][Y][Z]>] [CLEAR_HOMED=<[X][Y][Z]>]: Zwingt den Low-Level-Kinematikcode dazu anzunehmen, dass sich der Druckkopf an der angegebenen kartesischen Position befindet, und setzt bzw. löscht den Homing-Status. Dies ist ein Diagnose- und Debugging-Befehl; verwenden Sie für reguläre Achsentransformationen SET_GCODE_OFFSET und/oder G92. Das Setzen einer falschen oder ungültigen Position kann zu internen Softwarefehlern führen.

Die Parameter X, Y und Z dienen dazu, die Low-Level-Positionsverfolgung der Kinematik zu verändern. Wird einer dieser Parameter nicht gesetzt, bleibt die entsprechende Position unverändert – beispielsweise würde SET_KINEMATIC_POSITION Z=10 alle Achsen als gehomt kennzeichnen, die interne Z-Position auf 10 setzen und die X- und Y-Positionen unverändert lassen. Das Ändern der internen Positionsverfolgung ist unabhängig vom internen Homing-Status – man kann die Position sowohl für gehomte als auch für nicht gehomte Achsen ändern und ebenso den Homing-Status einer Achse setzen oder löschen, ohne ihre interne Position zu verändern.

Der Parameter SET_HOMED lautet standardmäßig XYZ, wodurch die Kinematik alle Achsen als gehomt betrachtet. Ein Befehl SET_KINEMATIC_POSITION ohne weitere Angaben führt dazu, dass alle Achsen als gehomt gelten (ohne die aktuelle Position zu ändern). Ist es nicht erwünscht, den Zustand der gehomten Achsen zu ändern, so weisen Sie SET_HOMED eine leere Zeichenkette zu – zum Beispiel: SET_KINEMATIC_POSITION SET_HOMED= X=10. Es ist auch möglich, eine einzelne Achse als gehomt zu kennzeichnen (z. B. SET_HOMED=X); beachten Sie jedoch, dass nicht-kartesische Kinematiken (etwa Delta-Kinematiken) das Setzen einer einzelnen Achse als gehomt möglicherweise nicht unterstützen.

Der Parameter CLEAR_HOMED weist die Kinematik an, die angegebenen Achsen als nicht gehomt zu betrachten. Beispielsweise würde CLEAR_HOMED=XYZ bewirken, dass alle Achsen als nicht gehomt gelten (und somit vor einer Bewegung auf diesen Achsen ein Homing erforderlich ist). Der Standardwert ist SET_HOMED=XYZ, selbst wenn CLEAR_HOMED vorhanden ist; der Befehl SET_KINEMATIC_POSITION CLEAR_HOMED=Z setzt daher X und Y als gehomt und löscht den Homing-Status für Z. Verwenden Sie SET_KINEMATIC_POSITION SET_HOMED= CLEAR_HOMED=Z, wenn nur der Homing-Status von Z gelöscht werden soll. Wird eine Achse weder in SET_HOMED noch in CLEAR_HOMED angegeben, bleibt ihr Homing-Status unverändert; wird sie in beiden angegeben, hat CLEAR_HOMED Vorrang. Es ist möglich, das Löschen einer einzelnen Achse anzufordern, jedoch kann dies bei nicht-kartesischen Kinematiken (etwa Delta-Kinematiken) dazu führen, dass der Homing-Status weiterer Achsen gelöscht wird. Beachten Sie, dass der Parameter CLEAR derzeit ein Alias für den Parameter CLEAR_HOMED ist, dieser Alias jedoch künftig entfernt wird.

[gcode]

Das gcode Modul wird automatisch geladen.

RESTART

RESTART: Veranlasst die Host-Software, ihre Konfiguration neu zu laden und einen internen Reset durchzuführen. Dieser Befehl löscht weder den Fehlerzustand des Mikrocontrollers (siehe FIRMWARE_RESTART) noch lädt er neue Software (siehe die FAQ).

FIRMWARE_RESTART

FIRMWARE_RESTART: Ähnlich wie der Befehl RESTART, löscht zusätzlich jedoch auch einen etwaigen Fehlerzustand des Mikrocontrollers.

STATUS

STATUS: Bericht über den Status der Klipper-Hostsoftware.

HELP

HELP: Zeigt die Liste der verfügbaren erweiterten G-Code Befehle.

[gcode_arcs]

Die folgenden Standard-G-Code-Befehle stehen zur Verfügung, wenn ein gcode_arcs-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist:

  • Kreisbewegung im Uhrzeigersinn (G2), Kreisbewegung gegen den Uhrzeigersinn (G3): G2|G3 [X<pos>] [Y<pos>] [Z<pos>] [E<pos>] [F<speed>] I<value> J<value>|I<value> K<value>|J<value> K<value>
  • Auswahl der Kreisebene: G17 (XY-Ebene), G18 (XZ-Ebene), G19 (YZ-Ebene)

[gcode_macro]

Der folgende Befehl steht zur Verfügung, wenn ein gcode_macro-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist (siehe auch die Anleitung zu Befehlsvorlagen).

SET_GCODE_VARIABLE

SET_GCODE_VARIABLE MACRO=<macro_name> VARIABLE=<name> VALUE=<value>: Mit diesem Befehl lässt sich der Wert einer gcode_macro-Variablen zur Laufzeit ändern. Der angegebene VALUE wird als Python-Literal ausgewertet.

[gcode_move]

Das gcode_move Modul wird automatisch geladen.

GET_POSITION

GET_POSITION: Gibt Informationen zur aktuellen Position des Druckkopfs zurück. Weitere Informationen finden Sie in der Entwicklerdokumentation zur GET_POSITION-Ausgabe.

SET_GCODE_OFFSET

SET_GCODE_OFFSET [X=<pos>|X_ADJUST=<adjust>] [Y=<pos>|Y_ADJUST=<adjust>] [Z=<pos>|Z_ADJUST=<adjust>] [MOVE=1 [MOVE_SPEED=<speed>]]: Legt einen Positionsversatz fest, der auf künftige G-Code-Befehle angewendet wird. Dies wird häufig genutzt, um den Z-Bettversatz virtuell zu ändern oder um beim Wechsel des Extruders XY-Versätze der Düse zu setzen. Wird beispielsweise "SET_GCODE_OFFSET Z=0.2" gesendet, werden künftige G-Code-Bewegungen um 0,2 mm in der Z-Höhe angehoben. Werden Parameter im Stil von X_ADJUST verwendet, wird die Anpassung zu einem bereits bestehenden Versatz addiert (z. B. ergäbe "SET_GCODE_OFFSET Z=-0.2" gefolgt von "SET_GCODE_OFFSET Z_ADJUST=0.3" einen Gesamt-Z-Versatz von 0.1). Wird "MOVE=1" angegeben, wird eine Druckkopfbewegung ausgeführt, um den angegebenen Versatz anzuwenden (andernfalls wird der Versatz bei der nächsten absoluten G-Code-Bewegung wirksam, die die betreffende Achse angibt). Wird "MOVE_SPEED" angegeben, erfolgt die Druckkopfbewegung mit der angegebenen Geschwindigkeit (in mm/s); andernfalls wird die zuletzt angegebene G-Code-Geschwindigkeit verwendet.

SAVE_GCODE_STATE

SAVE_GCODE_STATE [NAME=<state_name>]: Speichert den aktuellen Zustand der G-Code-Koordinatenauswertung. Das Speichern und Wiederherstellen des G-Code-Zustands ist in Skripten und Makros nützlich. Dieser Befehl speichert den aktuellen absoluten G-Code-Koordinatenmodus (G90/G91), den absoluten Extrusionsmodus (M82/M83), den Ursprung (G92), den Versatz (SET_GCODE_OFFSET), die Geschwindigkeitsübersteuerung (M220), die Extruder-Übersteuerung (M221), die Bewegungsgeschwindigkeit, die aktuelle XYZ-Position sowie die relative Extruder-Position "E". Wird NAME angegeben, kann der gespeicherte Zustand mit der angegebenen Zeichenkette benannt werden. Ohne NAME wird "default" verwendet.

RESTORE_GCODE_STATE

RESTORE_GCODE_STATE [NAME=<state_name>] [MOVE=1 [MOVE_SPEED=<speed>]]: Stellt einen zuvor mit SAVE_GCODE_STATE gespeicherten Zustand wieder her. Wird "MOVE=1" angegeben, wird eine Druckkopfbewegung ausgeführt, um zur vorherigen XYZ-Position zurückzukehren. Wird "MOVE_SPEED" angegeben, erfolgt die Druckkopfbewegung mit der angegebenen Geschwindigkeit (in mm/s); andernfalls wird die wiederhergestellte G-Code-Geschwindigkeit verwendet.

[generic_cartesian]

Die Befehle in diesem Abschnitt sind automatisch verfügbar, wenn kinematics: generic_cartesian als Drucker-Kinematik angegeben ist.

SET_STEPPER_CARRIAGES

SET_STEPPER_CARRIAGES STEPPER=<stepper_name> CARRIAGES=<carriages> [DISABLE_CHECKS=[0|1]]: Legt die Schlitten (Carriages) eines Schrittmotors fest oder aktualisiert sie. <stepper_name> muss auf einen in der printer.cfg definierten, existierenden Schrittmotor verweisen, und <carriages> beschreibt die Schlitten, die der Schrittmotor bewegt. Eine ausführlichere Übersicht über den Parameter carriages im Konfigurationsabschnitt des Schrittmotors finden Sie unter Generic Cartesian Kinematics. Beachten Sie, dass mit diesem Befehl nur die Koeffizienten oder Vorzeichen der Schlitten geändert werden können, ein Anwender kann jedoch keine Schlitten hinzufügen oder entfernen, die der Schrittmotor steuert.

SET_STEPPER_CARRIAGES ist ein fortgeschrittenes Werkzeug, und dem Anwender wird äußerste Vorsicht bei dessen Verwendung nahegelegt, da eine falsche Konfiguration den Drucker physisch beschädigen kann.

Beachten Sie, dass SET_STEPPER_CARRIAGES nach der Änderung bestimmte interne Prüfungen der neuen Drucker-Kinematik durchführt. Beachten Sie, dass die Drucker-Kinematik bei erkannten Problemen in einem ungültigen Zustand verbleiben kann. Das bedeutet: Meldet SET_STEPPER_CARRIAGES einen Fehler, ist es unsicher, weitere G-Code-Befehle auszugeben. Der Anwender muss die Fehlermeldung prüfen und entweder das Problem beheben oder die vorherige Konfiguration der Schrittmotoren manuell wiederherstellen.

Da SET_STEPPER_CARRIAGES jeweils nur die Konfiguration eines einzelnen Schrittmotors aktualisieren kann, können manche Änderungsabfolgen zu ungültigen Zwischenzuständen der Kinematik führen, selbst wenn die endgültige Konfiguration gültig ist. In solchen Fällen kann ein Anwender bei allen bis auf den letzten Befehl den Parameter DISABLE_CHECKS=1 übergeben, um die Zwischenprüfungen zu deaktivieren. Haben stepper a und stepper b beispielsweise anfangs die Schlitten carriage_x-carriage_y bzw. carriage_x+carriage_y, lässt sich mit folgender Befehlsfolge die Schlittensteuerung effektiv tauschen: SET_STEPPER_CARRIAGES STEPPER=a CARRIAGES=carriage_x+carriage_y DISABLE_CHECKS=1 und SET_STEPPER_CARRIAGES STEPPER=b CARRIAGES=carriage_x-carriage_y, wobei der endgültige Kinematikzustand weiterhin validiert wird.

[hall_filament_width_sensor]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn der Konfigurationsabschnitt tsl1401cl filament width sensor oder hall filament width sensor aktiviert ist (siehe auch TSLl401CL Filament Width Sensor und Hall Filament Width Sensor):

QUERY_FILAMENT_WIDTH

QUERY_FILAMENT_WIDTH: Gibt die aktuell gemessene Filamentbreite, den Zustand des Breitensensors, den Zustand des Filamentsensors sowie den Zustand der Durchflusskompensation zurück.

RESET_FILAMENT_WIDTH_SENSOR

RESET_FILAMENT_WIDTH_SENSOR: Löscht alle Sensormesswerte. Hilfreich nach einem Filamentwechsel. Setzt die Flussrate auf 100% zurück.

DISABLE_FILAMENT_WIDTH_SENSOR

DISABLE_FILAMENT_WIDTH_SENSOR: Schaltet den Filamentbreitensensor aus und verwendet ihn nicht mehr für die Durchflusskompensation. Setzt die Flussrate auf 100% zurück.

ENABLE_FILAMENT_WIDTH_SENSOR

ENABLE_FILAMENT_WIDTH_SENSOR [FLOW_COMPENSATION=[0|1]: Schaltet den Filamentbreitensensor ein und aktiviert oder deaktiviert die Durchflusskompensation. Wird FLOW_COMPENSATION nicht angegeben, bleibt der aktuelle Zustand der Durchflusskompensation erhalten.

QUERY_RAW_FILAMENT_WIDTH

QUERY_RAW_FILAMENT_WIDTH: Gibt die aktuellen Messwerte des ADC-Kanals sowie den ROH-Sensorwert für Kalibrierpunkte zurück.

ENABLE_FILAMENT_WIDTH_LOG

ENABLE_FILAMENT_WIDTH_LOG: Durchmesserprotokollierung einschalten.

DISABLE_FILAMENT_WIDTH_LOG

DISABLE_FILAMENT_WIDTH_LOG: Schaltet die Protokollierung des Durchmessers aus.

[heaters]

Das Modul heaters wird automatisch geladen, wenn in der Konfigurationsdatei eine Heizung definiert ist.

TURN_OFF_HEATERS

TURN_OFF_HEATERS: Schaltet alle Heizelemente aus.

TEMPERATURE_WAIT

TEMPERATURE_WAIT SENSOR=<config_name> [MINIMUM=<target>] [MAXIMUM=<target>]: Wartet, bis der angegebene Temperatursensor den angegebenen MINIMUM-Wert erreicht oder überschreitet und/oder den angegebenen MAXIMUM-Wert erreicht oder unterschreitet.

SET_HEATER_TEMPERATURE

SET_HEATER_TEMPERATURE HEATER=<heater_name> [TARGET=<target_temperature>]: Setzt die Zieltemperatur für eine Heizung. Wird keine Zieltemperatur angegeben, ist das Ziel 0.

[idle_timeout]

Das idle_timeout Modul wird automatisch geladen.

SET_IDLE_TIMEOUT

SET_IDLE_TIMEOUT [TIMEOUT=<timeout>]: Ermöglicht es, das Leerlauf-Timeout (in Sekunden) festzulegen.

[input_shaper]

Der folgende Befehl ist verfügbar, wenn ein input_shaper-Konfigurationsabschnitt aktiviert wurde (siehe auch die Anleitung zur Resonanzkompensation).

SET_INPUT_SHAPER

SET_INPUT_SHAPER [SHAPER_FREQ_X=<shaper_freq_x>] [SHAPER_FREQ_Y=<shaper_freq_y>] [SHAPER_FREQ_Y=<shaper_freq_z>] [DAMPING_RATIO_X=<damping_ratio_x>] [DAMPING_RATIO_Y=<damping_ratio_y>] [DAMPING_RATIO_Z=<damping_ratio_z>] [SHAPER_TYPE=<shaper>] [SHAPER_TYPE_X=<shaper_type_x>] [SHAPER_TYPE_Y=<shaper_type_y>] [SHAPER_TYPE_Z=<shaper_type_z>]: Ändert die Input-Shaper-Parameter. Beachten Sie, dass der Parameter SHAPER_TYPE den Input Shaper für alle Achsen zurücksetzt, selbst wenn im Abschnitt [input_shaper] unterschiedliche Shaper-Typen konfiguriert wurden. SHAPER_TYPE kann nicht zusammen mit SHAPER_TYPE_X, SHAPER_TYPE_Y oder SHAPER_TYPE_Z verwendet werden. Weitere Details zu diesen Parametern finden Sie in der Konfigurationsreferenz.

[led]

Der folgende Befehl steht zur Verfügung, wenn einer der led-Konfigurationsabschnitte aktiviert ist.

SET_LED

SET_LED LED=<config_name> RED=<value> GREEN=<value> BLUE=<value> WHITE=<value> [INDEX=<index>] [TRANSMIT=0] [SYNC=1]: Legt die LED-Ausgabe fest. Jeder Farbwert <value> muss zwischen 0.0 und 1.0 liegen. Die Option WHITE ist nur bei RGBW-LEDs gültig. Unterstützt die LED mehrere Chips in einer Daisy-Chain, kann mit INDEX gezielt die Farbe eines einzelnen Chips geändert werden (1 für den ersten Chip, 2 für den zweiten usw.). Wird INDEX nicht angegeben, werden alle LEDs der Daisy-Chain auf die angegebene Farbe gesetzt. Wird TRANSMIT=0 angegeben, wird die Farbänderung erst mit dem nächsten SET_LED-Befehl wirksam, der nicht TRANSMIT=0 angibt; in Kombination mit dem Parameter INDEX lassen sich so mehrere Aktualisierungen einer Daisy-Chain bündeln. Standardmäßig synchronisiert der Befehl SET_LED seine Änderungen mit anderen laufenden G-Code-Befehlen. Das kann zu unerwünschtem Verhalten führen, wenn LEDs gesetzt werden, während der Drucker nicht druckt, da dabei das Leerlauf-Timeout zurückgesetzt wird. Ist ein exaktes Timing nicht erforderlich, kann mit dem optionalen Parameter SYNC=0 die Änderung angewendet werden, ohne das Leerlauf-Timeout zurückzusetzen.

SET_LED_TEMPLATE

SET_LED_TEMPLATE LED=<led_name> TEMPLATE=<template_name> [<param_x>=<literal>] [INDEX=<index>]: Weist einer LED ein display_template zu. Hat man beispielsweise einen Konfigurationsabschnitt [display_template my_led_template] definiert, kann man hier TEMPLATE=my_led_template angeben. Das display_template sollte eine durch Kommas getrennte Zeichenkette mit vier Fließkommazahlen erzeugen, die den Farbeinstellungen für Rot, Grün, Blau und Weiß entsprechen. Die Vorlage wird fortlaufend ausgewertet und die LED automatisch auf die resultierenden Farben gesetzt. Es lassen sich display_template-Parameter angeben, die bei der Auswertung der Vorlage verwendet werden (Parameter werden als Python-Literale ausgewertet). Wird INDEX nicht angegeben, wird die Vorlage auf alle Chips der Daisy-Chain der LED angewendet, andernfalls nur auf den Chip mit dem angegebenen Index. Ist TEMPLATE eine leere Zeichenkette, löscht dieser Befehl eine zuvor zugewiesene Vorlage (die Farbeinstellungen der LED lassen sich dann wieder über SET_LED-Befehle verwalten).

[load_cell]

Die folgenden Befehle sind aktiviert, wenn ein load_cell-Konfigurationsabschnitt aktiviert wurde.

LOAD_CELL_DIAGNOSTIC

LOAD_CELL_DIAGNOSTIC [LOAD_CELL=<config_name>]: Dieser Befehl erfasst 10 Sekunden lang Daten der Wägezelle und meldet Statistiken, mit denen Sie die ordnungsgemäße Funktion der Wägezelle überprüfen können. Dieser Befehl kann sowohl bei kalibrierten als auch bei nicht kalibrierten Wägezellen ausgeführt werden.

LOAD_CELL_CALIBRATE

LOAD_CELL_CALIBRATE [LOAD_CELL=<config_name>]: Startet das geführte Kalibrierungswerkzeug. Die Kalibrierung erfolgt in 3 Schritten:

  1. Zuerst entlasten Sie die Wägezelle vollständig und führen den Befehl TARE aus
  2. Als Nächstes legen Sie eine bekannte Last an die Load Cell an und führen den Befehl CALIBRATE GRAMS=nnn aus
  3. Verwenden Sie abschließend den Befehl ACCEPT, um die Ergebnisse zu speichern

Sie können den Kalibriervorgang jederzeit mit ABORT abbrechen.

LOAD_CELL_TARE

LOAD_CELL_TARE [LOAD_CELL=<config_name>]: Dies funktioniert genau wie die Tara-Taste einer digitalen Waage. Der aktuelle Rohmesswert der Load Cell wird als Nullpunkt-Referenzwert festgelegt. Die Antwort enthält den gelesenen Prozentsatz des Sensorbereichs sowie den Rohwert in Counts. Ist die Load Cell kalibriert, wird zusätzlich eine Kraft in Gramm gemeldet.

LOAD_CELL_READ load_cell="name"

LOAD_CELL_READ [LOAD_CELL=<config_name>]: Dieser Befehl liest einen Messwert von der Load Cell. Die Antwort enthält den gelesenen Prozentsatz des Sensorbereichs sowie den Rohwert in Counts. Ist die Load Cell kalibriert, wird zusätzlich eine Kraft in Gramm gemeldet.

[load_cell_probe]

Die folgenden Befehle sind aktiviert, wenn ein load_cell-Konfigurationsabschnitt aktiviert wurde.

Zusätzlich akzeptieren Befehle, die Sondierungen durchführen, wie PROBE, PROBE_ACCURACY, BED_MESH_CALIBRATE usw., zusätzliche Parameter, wenn eine [load_cell_probe] definiert ist. Diese Parameter überschreiben die entsprechenden Einstellungen aus der Konfiguration [load_cell_probe]:

  • FORCE_SAFETY_LIMIT=<grams>
  • TRIGGER_FORCE=<grams>
  • DRIFT_FILTER_CUTOFF_FREQUENCY=<frequency_hz>
  • DRIFT_FILTER_DELAY=<1|2>
  • BUZZ_FILTER_CUTOFF_FREQUENCY=<frequency_hz>
  • BUZZ_FILTER_DELAY=<1|2>
  • NOTCH_FILTER_FREQUENCIES=<list of frequency_hz>
  • NOTCH_FILTER_QUALITY=<quality>
  • TARE_TIME=<seconds>

LOAD_CELL_TEST_TAP

LOAD_CELL_TEST_TAP [TAPS=<taps>] [TIMEOUT=<timeout>]: Führt eine Testroutine aus, die Tipp-Ereignisse (Taps) an der Load Cell meldet. Der Werkzeugkopf bewegt sich dabei nicht, aber die Load-Cell-Sonde erkennt Tipp-Ereignisse genau wie beim Sondieren. Dies kann als Plausibilitätsprüfung verwendet werden, um sicherzustellen, dass die Sonde funktioniert. Dieses Werkzeug ersetzt QUERY_ENDSTOPS und QUERY_PROBE für Load-Cell-Sonden.

  • TAPS: die Anzahl der vom Werkzeug erwarteten Tipp-Ereignisse
  • TIMEOOUT: die Zeit in Sekunden, die das Werkzeug auf jedes Tipp-Ereignis wartet, bevor abgebrochen wird.

[manual_probe]

Das manual_probe Modul wird automatisch geladen.

MANUAL_PROBE

MANUAL_PROBE [SPEED=<speed>]: Startet ein Hilfsskript, mit dem sich die Höhe der Düse an einer bestimmten Position messen lässt. Wird SPEED angegeben, legt dies die Geschwindigkeit der TESTZ-Befehle fest (Standard ist 5 mm/s). Während einer manuellen Messung stehen zusätzlich die folgenden Befehle zur Verfügung:

  • ACCEPT: Dieser Befehl akzeptiert die aktuelle Z-Position und beendet das manuelle Ausrichtungstool.
  • ABORT: Dieser Befehl bricht das manuelle Bettleveling ab.
  • TESTZ Z=<value>: Dieser Befehl bewegt die Düse um den in "value" angegebenen Betrag nach oben oder unten. So bewegt TESTZ Z=-.1 die Düse um 0,1 mm nach unten, während TESTZ Z=.1 sie um 0,1 mm nach oben bewegt. Der Wert kann auch +, -, ++ oder -- sein, um die Düse relativ zu den vorherigen Versuchen nach oben oder unten zu bewegen.

Z_ENDSTOP_CALIBRATE

Z_ENDSTOP_CALIBRATE [SPEED=<speed>]: Startet ein Hilfsskript, mit dem sich die Konfigurationseinstellung position_endstop für Z kalibrieren lässt. Einzelheiten zu den Parametern und zu den weiteren Befehlen, die bei aktivem Werkzeug zur Verfügung stehen, finden Sie beim Befehl MANUAL_PROBE.

Z_OFFSET_APPLY_ENDSTOP

Z_OFFSET_APPLY_ENDSTOP: Übernimmt den aktuellen Z-G-Code-Versatz (auch Babystepping genannt) und zieht ihn von der endstop_position des stepper_z ab. Damit lässt sich ein häufig verwendeter Babystepping-Wert dauerhaft übernehmen. Erfordert ein SAVE_CONFIG, um wirksam zu werden.

[manual_stepper]

Der folgende Befehl steht zur Verfügung, wenn ein manual_stepper-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

MANUAL_STEPPER

MANUAL_STEPPER STEPPER=config_name [ENABLE=[0|1]] [SET_POSITION=<pos>] [SPEED=<speed>] [ACCEL=<accel>] [MOVE=<pos>] [SYNC=0]]: Dieser Befehl ändert den Zustand des Schrittmotors. Verwenden Sie den Parameter ENABLE, um den Schrittmotor zu aktivieren/deaktivieren. Verwenden Sie den Parameter SET_POSITION, damit der Schrittmotor annimmt, sich an der angegebenen Position zu befinden. Verwenden Sie den Parameter MOVE, um eine Bewegung zur angegebenen Position anzufordern. Werden SPEED und/oder ACCEL angegeben, werden diese Werte anstelle der in der Konfigurationsdatei angegebenen Standardwerte verwendet. Wird ein ACCEL von null angegeben, erfolgt keine Beschleunigung. Normalerweise werden künftige G-Code-Befehle erst nach Abschluss der Schrittmotorbewegung ausgeführt; verwendet eine manuelle Schrittmotorbewegung jedoch SYNC=0, können künftige G-Code-Bewegungsbefehle parallel zur Schrittmotorbewegung ausgeführt werden.

MANUAL_STEPPER STEPPER=config_name [SPEED=<speed>] [ACCEL=<accel>] MOVE=<pos> STOP_ON_ENDSTOP=<check_type>: Wird STOP_ON_ENDSTOP angegeben, endet die Bewegung vorzeitig, sobald ein Endstop-Ereignis auftritt. Der Parameter STOP_ON_ENDSTOP kann auf einen der folgenden Werte gesetzt werden:

  • probe: Die Bewegung stoppt, sobald der Endstop einen ausgelösten Zustand meldet.
  • home: Die Bewegung stoppt, sobald der Endstop einen ausgelösten Zustand meldet, und die Endposition des manual_stepper wird so gesetzt, dass die Auslöseposition mit der im Parameter MOVE angegebenen Position übereinstimmt.
  • inverted_probe, inverted_home: Wie oben, jedoch stoppt die Bewegung, sobald der Endstop einen nicht ausgelösten Zustand meldet.
  • try_probe, try_inverted_probe, try_home, try_inverted_home: Wie oben, jedoch wird kein Fehler gemeldet, wenn die Bewegung vollständig abgeschlossen wird, ohne dass ein Endstop-Ereignis sie vorzeitig stoppt.

MANUAL_STEPPER STEPPER=config_name GCODE_AXIS=[A-Z] [LIMIT_VELOCITY=<velocity>] [LIMIT_ACCEL=<accel>] [INSTANTANEOUS_CORNER_VELOCITY=<velocity>]: Wird der Parameter GCODE_AXIS angegeben, konfiguriert dies den Schrittmotor als zusätzliche Achse für G1-Bewegungsbefehle. Wird beispielsweise ein Befehl MANUAL_STEPPER ... GCODE_AXIS=R ausgeführt, können anschließend Befehle wie G1 X10 Y20 R30 verwendet werden, um den Schrittmotor zu bewegen. Die resultierenden Bewegungen erfolgen synchron zu den zugehörigen XYZ-Werkzeugkopfbewegungen. Ist der Motor mit einer GCODE_AXIS verknüpft, können Bewegungen nicht mehr über den obigen Befehl MANUAL_STEPPER ausgegeben werden - der Schrittmotor kann mit einem Befehl MANUAL_STEPPER ... GCODE_AXIS= abgemeldet werden, um die manuelle Steuerung des Motors wiederherzustellen. Mit den Parametern LIMIT_VELOCITY und LIMIT_ACCEL lässt sich die Geschwindigkeit von G1-Bewegungen reduzieren, falls diese Bewegungen eine Geschwindigkeit oder Beschleunigung über den angegebenen Grenzwerten zur Folge hätten. INSTANTANEOUS_CORNER_VELOCITY legt die maximale unmittelbare Geschwindigkeitsänderung (in mm/s) des Motors am Übergang zweier Bewegungen fest (Standardwert ist 1 mm/s).

[mcp4018]

Der folgende Befehl ist verfügbar, wenn ein mcp4018-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

SET_DIGIPOT

SET_DIGIPOT DIGIPOT=config_name WIPER=<value>: Dieser Befehl ändert den aktuellen Wert des Digipots. Dieser Wert sollte üblicherweise zwischen 0.0 und 1.0 liegen, sofern in der Konfiguration kein 'scale' definiert ist. Ist 'scale' definiert, sollte der Wert zwischen 0.0 und 'scale' liegen.

[output_pin]

Der folgende Befehl ist verfügbar, wenn ein output_pin-Konfigurationsabschnitt oder pwm_tool-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

SET_PIN

SET_PIN PIN=config_name VALUE=<value>: Setzt den Pin auf den angegebenen Ausgabewert VALUE. VALUE sollte für "digitale" Ausgangspins 0 oder 1 sein. Für PWM-Pins setzen Sie einen Wert zwischen 0.0 und 1.0 bzw. zwischen 0.0 und scale, wenn im Konfigurationsabschnitt output_pin eine Skalierung konfiguriert ist.

SET_PIN PIN=config_name TEMPLATE=<template_name> [<param_x>=<literal>]: Wird TEMPLATE angegeben, so wird dem angegebenen Pin ein display_template zugewiesen. Hätte man beispielsweise einen Konfigurationsabschnitt [display_template my_pin_template] definiert, könnte man hier TEMPLATE=my_pin_template zuweisen. Das display_template sollte eine Zeichenkette erzeugen, die eine Fließkommazahl mit dem gewünschten Wert enthält. Die Vorlage wird fortlaufend ausgewertet und der Pin automatisch auf den resultierenden Wert gesetzt. Man kann display_template-Parameter setzen, die bei der Auswertung der Vorlage verwendet werden (die Parameter werden als Python-Literale interpretiert). Ist TEMPLATE eine leere Zeichenkette, entfernt dieser Befehl jede zuvor dem Pin zugewiesene Vorlage (anschließend können die Werte wieder direkt mit SET_PIN-Befehlen verwaltet werden).

[palette2]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn der palette2-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

Palette-Drucke funktionieren, indem spezielle OCodes (Omega Codes) in die G-Code-Datei eingebettet werden:

  • O1...O32: Diese Codes werden aus dem G-Code-Strom gelesen, von diesem Modul verarbeitet und an das Palette-2-Gerät weitergereicht.

Die folgenden weiteren Befehle sind ebenfalls verfügbar.

PALETTE_CONNECT

PALETTE_CONNECT: Dieser Befehl stellt die Verbindung zum Palette 2 her.

PALETTE_DISCONNECT

PALETTE_DISCONNECT: Dieser Befehl trennt die Verbindung zum Palette 2.

PALETTE_CLEAR

PALETTE_CLEAR: Dieser Befehl weist den Palette 2 an, sämtliche Ein- und Ausgangspfade von Filament zu leeren.

PALETTE_CUT

PALETTE_CUT: Dieser Befehl weist den Palette 2 an, das aktuell im Splice-Core befindliche Filament zu schneiden.

PALETTE_SMART_LOAD

PALETTE_SMART_LOAD: Dieser Befehl startet die Smart-Load-Sequenz am Palette 2. Das Filament wird automatisch geladen, indem es über die am Gerät für den Drucker kalibrierte Strecke extrudiert wird; nach Abschluss des Ladevorgangs wird der Palette 2 entsprechend informiert. Dieser Befehl entspricht dem Drücken von Smart Load direkt am Bildschirm des Palette 2, nachdem das Filament geladen wurde.

[pause_resume]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn der pause_resume-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist:

PAUSE

PAUSE: Pausiert den aktuellen Druck. Die aktuelle Position wird gespeichert, um sie beim Fortsetzen wiederherzustellen.

RESUME

RESUME [VELOCITY=<value>]: Setzt den Druck nach einer Pause fort und stellt zunächst die zuvor gespeicherte Position wieder her. Der Parameter VELOCITY legt fest, mit welcher Geschwindigkeit das Werkzeug zur ursprünglich gespeicherten Position zurückkehren soll.

CLEAR_PAUSE

CLEAR_PAUSE: Hebt den aktuellen Pausenzustand auf, ohne den Druck fortzusetzen. Das ist nützlich, wenn man sich nach einem PAUSE entscheidet, den Druck abzubrechen. Es empfiehlt sich, diesen Befehl in den Start-G-Code aufzunehmen, damit der Pausenzustand für jeden Druck sauber initialisiert ist.

CANCEL_PRINT

CANCEL_PRINT: Bricht den aktuellen Druckvorgang ab.

[pid_calibrate]

Das Modul pid_calibrate wird automatisch geladen, wenn in der Konfigurationsdatei eine Heizung definiert ist.

PID_CALIBRATE

PID_CALIBRATE HEATER=<config_name> TARGET=<temperature> [WRITE_FILE=1]: Führt einen PID-Kalibriertest durch. Die angegebene Heizung wird eingeschaltet, bis die angegebene Zieltemperatur erreicht ist; anschließend wird die Heizung für mehrere Zyklen aus- und eingeschaltet. Ist der Parameter WRITE_FILE aktiviert, wird die Datei /tmp/heattest.txt mit einem Protokoll aller während des Tests erfassten Temperaturmesswerte angelegt.

Das print_stats Modul wird automatisch geladen.

SET_PRINT_STATS_INFO

SET_PRINT_STATS_INFO [TOTAL_LAYER=<total_layer_count>] [CURRENT_LAYER= <current_layer>]: Übergibt Slicer-Informationen wie aktuelle Schicht und Gesamtschichtzahl an Klipper. Fügen Sie SET_PRINT_STATS_INFO [TOTAL_LAYER=<total_layer_count>] in den Start-G-Code-Abschnitt Ihres Slicers ein und SET_PRINT_STATS_INFO [CURRENT_LAYER= <current_layer>] in den G-Code-Abschnitt für den Schichtwechsel, um Schichtinformationen von Ihrem Slicer an Klipper zu übergeben.

[probe]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn ein probe-Konfigurationsabschnitt oder ein bltouch-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist (siehe auch die Anleitung zur Sondenkalibrierung).

PROBE

PROBE [PROBE_SPEED=<mm/s>] [LIFT_SPEED=<mm/s>] [SAMPLES=<count>] [SAMPLE_RETRACT_DIST=<mm>] [SAMPLES_TOLERANCE=<mm>] [SAMPLES_TOLERANCE_RETRIES=<count>] [SAMPLES_RESULT=median|average]: Bewegt die Düse nach unten, bis die Sonde auslöst. Werden optionale Parameter angegeben, überschreiben sie die jeweils entsprechende Einstellung im probe-Konfigurationsabschnitt.

QUERY_PROBE

QUERY_PROBE: Meldet den aktuellen Status der Sonde ("triggered" oder "open").

PROBE_ACCURACY

PROBE_ACCURACY [PROBE_SPEED=<mm/s>] [SAMPLES=<count>] [SAMPLE_RETRACT_DIST=<mm>]: Berechnet Maximum, Minimum, Mittelwert, Median und Standardabweichung mehrerer Messungen der Sonde. Standardmäßig werden 10 SAMPLES aufgenommen. Ansonsten entsprechen die optionalen Parameter standardmäßig ihrer jeweiligen Einstellung im probe-Konfigurationsabschnitt.

PROBE_CALIBRATE

PROBE_CALIBRATE [SPEED=<speed>] [<probe_parameter>=<value>]: Startet ein Hilfsskript, mit dem sich der z_offset der Sonde kalibrieren lässt. Einzelheiten zu den optionalen Sondenparametern finden Sie beim Befehl PROBE. Einzelheiten zum Parameter SPEED und zu den weiteren Befehlen, die bei aktivem Werkzeug zur Verfügung stehen, finden Sie beim Befehl MANUAL_PROBE. Beachten Sie, dass PROBE_CALIBRATE die Variable speed sowohl für Bewegungen in XY-Richtung als auch in Z verwendet.

Z_OFFSET_APPLY_PROBE

Z_OFFSET_APPLY_PROBE: Übernimmt den aktuellen Z-G-Code-Versatz (auch Babystepping genannt) und zieht ihn vom z_offset der Sonde ab. Damit lässt sich ein häufig verwendeter Babystepping-Wert dauerhaft übernehmen. Erfordert ein SAVE_CONFIG, um wirksam zu werden.

[probe_eddy_current]

Die folgenden Befehle sind verfügbar, wenn ein probe_eddy_current-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

Zusätzlich akzeptieren Befehle, die Sondierungen durchführen, wie PROBE, PROBE_ACCURACY, BED_MESH_CALIBRATE usw., zusätzliche Parameter, wenn ein Abschnitt [probe_eddy_current] definiert ist:

  • METHOD=<scan|rapid_scan|tap>: Dies ändert den Sondierungsmechanismus:
    • METHOD=scan: Der Werkzeugkopf senkt sich nicht ab. Stattdessen pausiert der Werkzeugkopf kurz über jeder Zielposition und gibt die dort gemessene Höhe zurück.
    • METHOD=rapid_scan: Der Werkzeugkopf senkt sich nicht ab und pausiert nicht an jeder Zielposition. Der zurückgegebene Wert ist die gemessene Höhe zu dem Zeitpunkt, an dem sich der Werkzeugkopf jeweils nahe der Zielposition befand.
    • METHOD=tap: Der Werkzeugkopf senkt sich ab, bis die Düse das Bett berührt. Diese Methode ist nur verfügbar, wenn im Konfigurationsabschnitt [probe_eddy_current] tap_threshold angegeben ist.
    • Standard: Ist kein Parameter METHOD angegeben, senkt sich der Werkzeugkopf standardmäßig so lange ab, bis der Sensor erkennt, dass der Abstand zum Bett den im Konfigurationsabschnitt [probe_eddy_current] angegebenen Parameter z_offset erreicht oder unterschreitet.
  • SAMPLE_TIME=<time>: Bei Sondierung mit METHOD=scan gibt dies die Zeit (in Sekunden) an, die an jedem Zielpunkt pausiert wird. Bei METHOD=rapid_scan gibt dies das Messzeitfenster an jedem Ziel an. Falls nicht angegeben, beträgt der Standardwert 0,100 (also 100 ms).
  • TAP_THRESHOLD=<value>: Dies überschreibt den im Konfigurationsabschnitt [probe_eddy_current] angegebenen tap_threshold bei Sondierung mit METHOD=tap.

Der Befehl Z_OFFSET_APPLY_PROBE wurde außerdem um die Unterstützung des Parameters METHOD=tap erweitert. Wird kein METHOD-Parameter angegeben, passt der Befehl Z_OFFSET_APPLY_PROBE die Sondenkalibrierung so an, dass der aktuelle Z-G-Code-Offset auf künftige scan-, rapid_scan- und Standard-Sondierungen angewendet wird. Wird METHOD=tap angegeben, wendet der Befehl die Änderung stattdessen auf tap_z_offset an, sodass künftige tap-Sondierungen den aktuellen Z-G-Code-Offset verwenden.

PROBE_EDDY_CURRENT_CALIBRATE

PROBE_EDDY_CURRENT_CALIBRATE CHIP=<config_name>: Startet ein Werkzeug, das die Resonanzfrequenzen des Sensors den entsprechenden Z-Höhen zuordnet. Das Werkzeug benötigt einige Minuten. Verwenden Sie nach Abschluss den Befehl SAVE_CONFIG, um die Ergebnisse in der Datei printer.cfg zu speichern.

PROBE_EDDY_CURRENT_TAP_CALIBRATE

PROBE_EDDY_CURRENT_TAP_CALIBRATE [TAP=guess|refine|verify]: Startet ein Werkzeug, mit dem der Parameter "tap_threshold" der Sonde kalibriert werden kann. Details finden Sie in der Eddy-Probe-Dokumentation.

LDC_CALIBRATE_DRIVE_CURRENT

LDC_CALIBRATE_DRIVE_CURRENT CHIP=<config_name> Dieses Werkzeug kalibriert das Register DRIVE_CURRENT0 des ldc1612. Bewegen Sie den Sensor vor der Verwendung dieses Werkzeugs so, dass er sich nahe der Bettmitte und etwa 20 mm über der Bettoberfläche befindet. Führen Sie diesen Befehl aus, um einen geeigneten DRIVE_CURRENT für den Sensor zu ermitteln. Verwenden Sie nach dem Ausführen dieses Befehls den Befehl SAVE_CONFIG, um die neue Einstellung in der Konfigurationsdatei printer.cfg zu speichern.

[pwm_cycle_time]

Der folgende Befehl ist verfügbar, wenn ein pwm_cycle_time-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

SET_PIN

SET_PIN PIN=config_name VALUE=<value> [CYCLE_TIME=<cycle_time>]: Dieser Befehl funktioniert ähnlich wie die SET_PIN-Befehle von output_pin. Der Befehl unterstützt hier zusätzlich das Setzen einer expliziten Zykluszeit über den Parameter CYCLE_TIME (in Sekunden angegeben). Beachten Sie, dass der Parameter CYCLE_TIME nicht zwischen SET_PIN-Befehlen gespeichert wird (jeder SET_PIN-Befehl ohne expliziten CYCLE_TIME-Parameter verwendet die im Konfigurationsabschnitt pwm_cycle_time angegebene cycle_time).

[quad_gantry_level]

Die folgenden Befehle sind verfügbar, wenn der quad_gantry_level-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

QUAD_GANTRY_LEVEL

QUAD_GANTRY_LEVEL [RETRIES=<value>] [RETRY_TOLERANCE=<value>] [HORIZONTAL_MOVE_Z=<value>] [<probe_parameter>=<value>]: Dieser Befehl tastet die in der Konfiguration angegebenen Punkte ab und nimmt anschließend unabhängige Anpassungen an jedem Z-Schrittmotor vor, um die Neigung auszugleichen. Details zu den optionalen Sondenparametern finden Sie beim Befehl PROBE. Die optionalen Werte RETRIES, RETRY_TOLERANCE und HORIZONTAL_MOVE_Z überschreiben die in der Konfigurationsdatei angegebenen Optionen.

[query_adc]

Das query_adc Modul wird automatisch geladen.

QUERY_ADC

QUERY_ADC [NAME=<config_name>] [PULLUP=<value>]: Meldet den zuletzt empfangenen Analogwert für einen konfigurierten Analogpin. Wird NAME nicht angegeben, wird die Liste der verfügbaren ADC-Namen ausgegeben. Wird PULLUP angegeben (als Wert in Ohm), so werden der Rohanalogwert sowie der bei diesem Pullup entsprechende Widerstand gemeldet.

[query_endstops]

Das Modul query_endstops wird automatisch geladen. Die folgenden Standard-G-Code-Befehle sind derzeit verfügbar, ihre Verwendung wird jedoch nicht empfohlen:

  • Endschalter-Status abfragen: M119 (Verwenden Sie stattdessen QUERY_ENDSTOPS.)

QUERY_ENDSTOPS

QUERY_ENDSTOPS: Tastet die Achsen-Endschalter ab und meldet, ob sie "triggered" (ausgelöst) oder "open" (offen) sind. Dieser Befehl wird üblicherweise verwendet, um zu prüfen, ob ein Endschalter korrekt funktioniert.

[resonance_tester]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn ein resonance_tester-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist (siehe auch die Anleitung zum Messen von Resonanzen).

MEASURE_AXES_NOISE

MEASURE_AXES_NOISE: Misst das Rauschen für alle Achsen aller aktivierten Beschleunigungssensor-Chips und gibt es aus.

TEST_RESONANCES

TEST_RESONANCES AXIS=<axis> [OUTPUT=<resonances,raw_data>] [NAME=<name>] [FREQ_START=<min_freq>] [FREQ_END=<max_freq>] [ACCEL_PER_HZ=<accel_per_hz>] [HZ_PER_SEC=<hz_per_sec>] [CHIPS=<chip_name>] [POINT=x,y,z] [INPUT_SHAPING=<0:1>]: Führt den Resonanztest an allen konfigurierten Sondierungspunkten für die angeforderte "axis" aus und misst die Beschleunigung mit den für die jeweilige Achse konfigurierten Beschleunigungssensor-Chips. "axis" kann X, Y oder Z sein, oder eine beliebige Richtung als AXIS=dx,dy[,dz] angeben, wobei dx, dy, dz Fließkommazahlen sind, die einen Richtungsvektor definieren (z. B. AXIS=X, AXIS=Y, oder AXIS=1,-1 für eine diagonale Richtung in der XY-Ebene, oder AXIS=0,1,1 für eine Richtung in der YZ-Ebene). Beachten Sie, dass AXIS=dx,dy und AXIS=-dx,-dy gleichwertig sind. chip_name kann einen oder mehrere konfigurierte Beschleunigungssensor-Chips angeben, durch Komma getrennt, zum Beispiel CHIPS="adxl345, adxl345 rpi". Ist POINT angegeben, überschreibt dies die in [resonance_tester] konfigurierten Punkte. Ist INPUT_SHAPING=0 oder nicht gesetzt (Standard), wird Input Shaping für den Resonanztest deaktiviert, da es nicht zulässig ist, den Resonanztest bei aktiviertem Input Shaper auszuführen. Der Parameter OUTPUT ist eine durch Komma getrennte Liste der zu schreibenden Ausgaben. Wird raw_data angefordert, werden die Rohdaten des Beschleunigungssensors in eine Datei oder eine Reihe von Dateien /tmp/raw_data_<axis>_[<chip_name>_][<point>_]<name>.csv geschrieben (der Namensteil <point>_ wird nur erzeugt, wenn mehr als 1 Sondierungspunkt konfiguriert ist oder POINT angegeben wurde). Ist resonances angegeben, wird die Frequenzantwort (über alle Sondierungspunkte hinweg) berechnet und in die Datei /tmp/resonances_<axis>_<name>.csv geschrieben. Ist nichts angegeben, ist der Standardwert für OUTPUT resonances, und NAME wird standardmäßig auf die aktuelle Zeit im Format "YYYYMMDD_HHMMSS" gesetzt.

SHAPER_CALIBRATE

SHAPER_CALIBRATE [AXIS=<axis>] [NAME=<name>] [FREQ_START=<min_freq>] [FREQ_END=<max_freq>] [ACCEL_PER_HZ=<accel_per_hz>][HZ_PER_SEC=<hz_per_sec>] [CHIPS=<chip_name>] [MAX_SMOOTHING=<max_smoothing>] [INPUT_SHAPING=<0:1>]: Führt ähnlich wie TEST_RESONANCES den Resonanztest wie konfiguriert aus und versucht, die optimalen Parameter für den Input Shaper der angeforderten Achse zu ermitteln (bzw. für beide Achsen X und Y, wenn der Parameter AXIS nicht gesetzt ist). Ist MAX_SMOOTHING nicht gesetzt, wird der Wert aus dem Abschnitt [resonance_tester] übernommen, wobei er standardmäßig nicht gesetzt ist. Weitere Informationen zur Verwendung dieser Funktion finden Sie im Abschnitt Max smoothing der Anleitung zum Messen von Resonanzen. Die Ergebnisse der Abstimmung werden auf der Konsole ausgegeben, und die Frequenzgänge sowie die Werte der verschiedenen Input Shaper werden in eine oder mehrere CSV-Dateien /tmp/calibration_data_<axis>_<name>.csv geschrieben. Sofern nicht anders angegeben, entspricht NAME standardmäßig der aktuellen Zeit im Format "YYYYMMDD_HHMMSS". Beachten Sie, dass die vorgeschlagenen Input-Shaper-Parameter mit dem Befehl SAVE_CONFIG dauerhaft in der Konfiguration gespeichert werden können, und dass diese Parameter sofort wirksam werden, wenn [input_shaper] bereits zuvor aktiviert war.

[respond]

Die folgenden Standard-G-Code-Befehle stehen zur Verfügung, wenn der respond-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist:

  • M118 <message>: Gibt die Nachricht aus, vorangestellt der konfigurierte Standardpräfix (oder echo:, wenn kein Präfix konfiguriert ist).

Die folgenden weiteren Befehle sind ebenfalls verfügbar.

RESPOND

  • RESPOND MSG="<message>": Gibt die Nachricht aus, vorangestellt der konfigurierte Standardpräfix (oder echo:, wenn kein Präfix konfiguriert ist).
  • RESPOND TYPE=echo MSG="<message>": Gibt die Nachricht aus, vorangestellt echo:.
  • RESPOND TYPE=echo_no_space MSG="<message>": Gibt die Nachricht mit vorangestelltem echo: aus, ohne Leerzeichen zwischen Präfix und Nachricht – hilfreich für die Kompatibilität mit manchen OctoPrint-Plugins, die ein sehr spezifisches Format erwarten.
  • RESPOND TYPE=command MSG="<message>": Gibt die Nachricht aus, vorangestellt //. OctoPrint kann so konfiguriert werden, dass es auf diese Nachrichten reagiert (z. B. RESPOND TYPE=command MSG=action:pause).
  • RESPOND TYPE=error MSG="<message>": Gibt die Nachricht aus, vorangestellt !!.
  • RESPOND PREFIX=<prefix> MSG="<message>": Gibt die Nachricht aus, vorangestellt <prefix>. (Der Parameter PREFIX hat Vorrang vor dem Parameter TYPE.)

[save_variables]

Der folgende Befehl ist verfügbar, wenn ein save_variables-Konfigurationsabschnitt aktiviert wurde.

SAVE_VARIABLE

SAVE_VARIABLE VARIABLE=<name> VALUE=<value>: Speichert die Variable auf der Festplatte, sodass sie über Neustarts hinweg verwendet werden kann. VARIABLE muss kleingeschrieben sein. Alle gespeicherten Variablen werden beim Start in das Dict printer.save_variables.variables geladen und können in G-Code-Makros verwendet werden. Der angegebene VALUE wird als Python-Literal ausgewertet.

[screws_tilt_adjust]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn der screws_tilt_adjust-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist (siehe auch die Anleitung zum manuellen Nivellieren).

SCREWS_TILT_CALCULATE

SCREWS_TILT_CALCULATE [DIRECTION=CW|CCW] [MAX_DEVIATION=<value>] [HORIZONTAL_MOVE_Z=<value>] [<probe_parameter>=<value>]: Dieser Befehl ruft das Werkzeug zur Einstellung der Bettschrauben auf. Er fährt die Düse an verschiedene Positionen (wie in der Konfigurationsdatei definiert), tastet die Z-Höhe ab und berechnet die Anzahl der Umdrehungen der Rändelschrauben, um das Bett auszurichten. Wird DIRECTION angegeben, erfolgen alle Schraubendrehungen in derselben Richtung, im Uhrzeigersinn (CW) oder gegen den Uhrzeigersinn (CCW). Details zu den optionalen Sondenparametern finden Sie beim Befehl PROBE. WICHTIG: Sie MÜSSEN vor der Verwendung dieses Befehls stets ein G28 ausführen. Wird MAX_DEVIATION angegeben, löst der Befehl einen G-Code-Fehler aus, wenn eine Abweichung der Schraubenhöhe relativ zur Basisschraubenhöhe größer als der angegebene Wert ist. Der optionale Wert HORIZONTAL_MOVE_Z überschreibt die in der Konfigurationsdatei angegebene Option horizontal_move_z.

[sdcard_loop]

Wenn der sdcard_loop-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist, stehen die folgenden erweiterten Befehle zur Verfügung.

SDCARD_LOOP_BEGIN

SDCARD_LOOP_BEGIN COUNT=<count>: Beginnt einen Schleifenabschnitt im SD-Druck. Ein Zählwert von 0 bedeutet, dass der Abschnitt unbegrenzt wiederholt werden soll.

SDCARD_LOOP_END

SDCARD_LOOP_END: Beendet einen Schleifenabschnitt im SD-Druck.

SDCARD_LOOP_DESIST

SDCARD_LOOP_DESIST: Schließt bestehende Schleifen ohne weitere Durchläufe ab.

[servo]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn ein servo-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

SET_SERVO

SET_SERVO SERVO=config_name [ANGLE=<degrees> | WIDTH=<seconds>]: Setzt die Servoposition auf den angegebenen Winkel (in Grad) oder die angegebene Pulsbreite (in Sekunden). Mit WIDTH=0 wird der Servoausgang deaktiviert.

[skew_correction]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn der skew_correction-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist (siehe auch die Anleitung Skew Correction).

SET_SKEW

SET_SKEW [XY=<ac_length,bd_length,ad_length>] [XZ=<ac,bd,ad>] [YZ=<ac,bd,ad>] [CLEAR=<0|1>]: Konfiguriert das Modul [skew_correction] mit Messwerten (in mm) aus einem Kalibrierdruck. Es können Messwerte für beliebige Kombinationen von Ebenen eingegeben werden; nicht eingegebene Ebenen behalten ihren aktuellen Wert. Wird CLEAR=1 angegeben, wird die gesamte Schrägheitskorrektur deaktiviert.

GET_CURRENT_SKEW

GET_CURRENT_SKEW: Meldet die aktuelle Schrägheit des Druckers für jede Ebene, sowohl in Radiant als auch in Grad. Die Schrägheit wird anhand der Parameter berechnet, die über den G-Code SET_SKEW angegeben wurden.

CALC_MEASURED_SKEW

CALC_MEASURED_SKEW [AC=<ac_length>] [BD=<bd_length>] [AD=<ad_length>]: Berechnet die Schrägheit (in Radiant und Grad) anhand eines gemessenen Drucks und gibt sie aus. Das kann nützlich sein, um die aktuelle Schrägheit des Druckers nach angewendeter Korrektur zu bestimmen. Ebenso kann es vor der Korrektur nützlich sein, um festzustellen, ob eine Schrägheitskorrektur überhaupt nötig ist. Einzelheiten zu Kalibrierobjekten und Messungen finden Sie unter Skew Correction.

SKEW_PROFILE

SKEW_PROFILE [LOAD=<name>] [SAVE=<name>] [REMOVE=<name>]: Profilverwaltung für skew_correction. LOAD stellt den Schrägheitszustand aus dem Profil mit dem angegebenen Namen wieder her. SAVE speichert den aktuellen Schrägheitszustand in einem Profil mit dem angegebenen Namen. REMOVE löscht das Profil mit dem angegebenen Namen aus dem persistenten Speicher. Beachten Sie, dass nach SAVE- oder REMOVE-Vorgängen der G-Code SAVE_CONFIG ausgeführt werden muss, damit die Änderungen im persistenten Speicher dauerhaft übernommen werden.

[smart_effector]

Wenn ein smart_effector-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist, stehen mehrere Befehle zur Verfügung. Lesen Sie unbedingt die offizielle Dokumentation zum Smart Effector im Duet3D-Wiki, bevor Sie die Parameter des Smart Effector ändern. Beachten Sie außerdem die Anleitung zur Sondenkalibrierung.

SET_SMART_EFFECTOR

SET_SMART_EFFECTOR [SENSITIVITY=<sensitivity>] [ACCEL=<accel>] [RECOVERY_TIME=<time>]: Setzt die Parameter des Smart Effector. Wird SENSITIVITY angegeben, wird der jeweilige Wert in das EEPROM des SmartEffector geschrieben (dafür muss control_pin angegeben sein). Zulässige <sensitivity>-Werte sind 0..255, der Standardwert ist 50. Niedrigere Werte erfordern eine geringere Kontaktkraft der Düse zum Auslösen (allerdings steigt das Risiko von Fehlauslösungen durch Vibrationen während der Messung), höhere Werte verringern Fehlauslösungen (erfordern aber eine größere Kontaktkraft). Da die Empfindlichkeit ins EEPROM geschrieben wird, bleibt sie nach dem Abschalten erhalten und muss nicht bei jedem Druckerstart neu konfiguriert werden. Mit ACCEL und RECOVERY_TIME lassen sich die entsprechenden Parameter zur Laufzeit übersteuern; weitere Informationen zu diesen Parametern finden Sie im Konfigurationsabschnitt des Smart Effector.

RESET_SMART_EFFECTOR

RESET_SMART_EFFECTOR: Setzt die Empfindlichkeit des Smart Effector auf die Werkseinstellungen zurück. Erfordert, dass control_pin im Konfigurationsabschnitt angegeben ist.

[stepper_enable]

Das stepper_enable Modul wird automatisch geladen.

SET_STEPPER_ENABLE

SET_STEPPER_ENABLE STEPPER=<config_name> ENABLE=[0|1]: Aktiviert oder deaktiviert ausschließlich den angegebenen Schrittmotor. Dies ist ein Diagnose- und Debugging-Werkzeug und muss mit Vorsicht verwendet werden. Das Deaktivieren eines Achsmotors setzt die Homing-Informationen nicht zurück. Wird ein deaktivierter Schrittmotor von Hand bewegt, kann die Maschine den Motor anschließend außerhalb sicherer Grenzen betreiben. Das kann zu Schäden an Achskomponenten, Hotends und der Druckoberfläche führen.

[temperature_fan]

Der folgende Befehl steht zur Verfügung, wenn ein temperature_fan-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

SET_TEMPERATURE_FAN_TARGET

SET_TEMPERATURE_FAN_TARGET temperature_fan=<temperature_fan_name> [target=<target_temperature>] [min_speed=<min_speed>] [max_speed=<max_speed>]: Setzt die Zieltemperatur für einen temperature_fan. Wird kein Ziel angegeben, wird es auf die in der Konfigurationsdatei angegebene Temperatur gesetzt. Werden keine Geschwindigkeiten angegeben, erfolgt keine Änderung.

[temperature_probe]

Die folgenden Befehle sind verfügbar, wenn ein temperature_probe-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

TEMPERATURE_PROBE_CALIBRATE

TEMPERATURE_PROBE_CALIBRATE [PROBE=<probe name>] [TARGET=<value>] [STEP=<value>] [METHOD=<method>]: Startet die Sondendrift-Kalibrierung für auf Wirbelstrom basierende Sonden. TARGET ist eine Zieltemperatur für die letzte Messung. Überschreitet die während einer Messung erfasste Temperatur TARGET, wird die Kalibrierung abgeschlossen. Der Parameter STEP legt das Temperaturdelta (in °C) zwischen den Messungen fest. Nach jeder Messung wird dieses Delta verwendet, um einen Aufruf von TEMPERATURE_PROBE_NEXT zu planen. Der Standardwert für STEP ist 2. METHOD unterstützt nur die Option tap; ist sie angegeben, erfolgt die Sondierung automatisiert.

TEMPERATURE_PROBE_NEXT

TEMPERATURE_PROBE_NEXT: Nachdem die Kalibrierung begonnen hat, wird dieser Befehl ausgeführt, um die nächste Messung vorzunehmen. Er wird automatisch ausgeführt, sobald die durch STEP angegebene Differenz erreicht ist; es ist jedoch auch möglich, diesen Befehl manuell auszuführen, um eine neue Messung zu erzwingen. Dieser Befehl ist nur während der Kalibrierung verfügbar.

TEMPERATURE_PROBE_COMPLETE:

TEMPERATURE_PROBE_COMPLETE: Kann verwendet werden, um die Kalibrierung zu beenden und das aktuelle Ergebnis zu speichern, bevor die TARGET-Temperatur erreicht ist. Dieser Befehl ist nur während der Kalibrierung verfügbar.

ABORT

ABBRUCH: Bricht den Kalibrierungsprozess ab und verwirft die aktuellen Ergebnisse. Dieser Befehl ist nur während der Driftkalibrierung verfügbar.

TEMPERATURE_PROBE_ENABLE

TEMPERATURE_PROBE_ENABLE ENABLE=[0|1]: Schaltet die Kompensation der Temperaturdrift ein oder aus. Ist ENABLE auf 0 gesetzt, wird die Driftkompensation deaktiviert, bei 1 wird sie aktiviert.

[tmcXXXX]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn einer der tmcXXXX-Konfigurationsabschnitte aktiviert ist.

DUMP_TMC

DUMP_TMC STEPPER=<name> [REGISTER=<name>]: Dieser Befehl liest alle Register des TMC-Treibers aus und meldet deren Werte. Wird ein REGISTER angegeben, wird nur das angegebene Register ausgegeben.

INIT_TMC

INIT_TMC STEPPER=<name>: Dieser Befehl initialisiert die TMC-Register. Er wird benötigt, um den Treiber wieder zu aktivieren, nachdem die Versorgungsspannung des Chips aus- und wieder eingeschaltet wurde.

SET_TMC_CURRENT

SET_TMC_CURRENT STEPPER=<name> CURRENT=<amps> HOLDCURRENT=<amps>: Damit werden der Betriebs- und der Haltestrom des TMC-Treibers angepasst. HOLDCURRENT ist für tmc2660-Treiber nicht anwendbar. Bei Verwendung mit einem Treiber, der das Feld globalscaler besitzt (tmc5160 und tmc2240), muss der Schrittmotor bei Verwendung von StealthChop2 länger als 130 ms im Stillstand gehalten werden, damit der Treiber die AT#1-Kalibrierung ausführt.

SET_TMC_FIELD

SET_TMC_FIELD STEPPER=<name> FIELD=<field> VALUE=<value> VELOCITY=<value>: Damit wird der Wert des angegebenen Registerfelds des TMC-Treibers verändert. Dieser Befehl ist ausschließlich für Low-Level-Diagnose und Fehlersuche vorgesehen, da das Ändern der Felder zur Laufzeit zu unerwünschtem und potenziell gefährlichem Verhalten Ihres Druckers führen kann. Dauerhafte Änderungen sollten stattdessen in der Druckerkonfigurationsdatei vorgenommen werden. Für die angegebenen Werte werden keine Plausibilitätsprüfungen durchgeführt. Anstelle von VALUE kann auch eine VELOCITY angegeben werden. Diese Geschwindigkeit wird in die 20-Bit-TSTEP-basierte Wertdarstellung umgerechnet. Verwenden Sie das Argument VELOCITY nur für Felder, die Geschwindigkeiten darstellen.

[toolhead]

Das toolhead Modul wird automatisch geladen.

SET_VELOCITY_LIMIT

SET_VELOCITY_LIMIT [VELOCITY=<value>] [ACCEL=<value>] [MINIMUM_CRUISE_RATIO=<value>] [SQUARE_CORNER_VELOCITY=<value>]: Dieser Befehl kann die in der Druckerkonfigurationsdatei angegebenen Geschwindigkeitsgrenzen ändern. Eine Beschreibung der einzelnen Parameter finden Sie im Konfigurationsabschnitt printer.

[tuning_tower]

Das tuning_tower Modul wird automatisch geladen.

TUNING_TOWER

TUNING_TOWER COMMAND=<command> PARAMETER=<name> START=<value> [SKIP=<value>] [FACTOR=<value> [BAND=<value>]] | [STEP_DELTA=<value> STEP_HEIGHT=<value>]: Ein Werkzeug zum Abstimmen eines Parameters auf jeder Z-Höhe während eines Drucks. Das Werkzeug führt den angegebenen COMMAND aus, wobei dem angegebenen PARAMETER ein Wert zugewiesen wird, der sich nach einer Formel mit Z verändert. Verwenden Sie FACTOR, wenn Sie die Z-Höhe des optimalen Werts mit einem Lineal oder einer Schieblehre messen möchten, oder STEP_DELTA und STEP_HEIGHT, wenn das Modell des Tuning-Towers Bänder mit diskreten Werten aufweist, wie es bei Temperaturtürmen üblich ist. Wird SKIP=<value> angegeben, beginnt der Abstimmvorgang erst, wenn die Z-Höhe <value> erreicht ist; darunter wird der Wert auf START gesetzt. In diesem Fall ist die in den folgenden Formeln verwendete z_height tatsächlich max(z - skip, 0). Es gibt drei mögliche Kombinationen der Optionen:

  • FACTOR: Der Wert ändert sich um factor pro Millimeter. Verwendete Formel: value = start + factor * z_height. Sie können die optimale Z-Höhe direkt in die Formel einsetzen, um den optimalen Parameterwert zu bestimmen.
  • FACTOR und BAND: Der Wert ändert sich im Mittel um factor pro Millimeter, jedoch in diskreten Bändern, sodass die Anpassung nur alle BAND Millimeter Z-Höhe erfolgt. Verwendete Formel: value = start + factor * ((floor(z_height / band) + .5) * band).
  • STEP_DELTA und STEP_HEIGHT: Der Wert ändert sich um STEP_DELTA alle STEP_HEIGHT Millimeter. Verwendete Formel: value = start + step_delta * floor(z_height / step_height). Sie können einfach die Bänder abzählen oder die Beschriftungen des Tuning-Towers ablesen, um den optimalen Wert zu bestimmen.

[virtual_sdcard]

virtual_sdcard config section wenn das eingerichtet ist unterstützt Klipper die festen G-Code Befehle:

  • SD-Karte auflisten: M20
  • SD-Karte initialisieren: M21
  • SD-Karten Datei auswählen: M23 <filename>
  • SD-Karten Druck starten/fortsetzen: M24
  • SD-Karten Druck anhalten: M25
  • SD-Karten Position einstellen: M26 S<offset>
  • SD-Karten Druckstatus anzeigen: M27

Zusätzlich stehen die weiteren Befehle zur Verfügung wenn der Konfigurationsabschnitt "virtual_sdcard" aktiviert ist.

SDCARD_PRINT_FILE

SDCARD_PRINT_FILE FILENAME=<filename>: Lädt eine Datei und startet den SD-Druck.

SDCARD_RESET_FILE

SDCARD_RESET_FILE: Datei zurücksetzen und SD Status löschen.

[z_thermal_adjust]

Die folgenden Befehle sind verfügbar, wenn der z_thermal_adjust-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

SET_Z_THERMAL_ADJUST

SET_Z_THERMAL_ADJUST [ENABLE=<0:1>] [TEMP_COEFF=<value>] [REF_TEMP=<value>]: Aktiviert oder deaktiviert die thermische Z-Anpassung mit ENABLE. Beim Deaktivieren wird eine bereits angewendete Anpassung nicht entfernt, sondern der aktuelle Anpassungswert eingefroren – dies verhindert potenziell unsichere Abwärtsbewegungen in Z. Ein erneutes Aktivieren kann eine Aufwärtsbewegung des Werkzeugs verursachen, wenn die Anpassung aktualisiert und angewendet wird. TEMP_COEFF ermöglicht das Feinabstimmen des Temperaturkoeffizienten der Anpassung zur Laufzeit (d. h. des Konfigurationsparameters TEMP_COEFF). TEMP_COEFF-Werte werden nicht in der Konfiguration gespeichert. REF_TEMP überschreibt manuell die Referenztemperatur, die üblicherweise beim Homing gesetzt wird (zur Verwendung z. B. in nicht standardmäßigen Homing-Routinen) – sie wird beim Homing automatisch zurückgesetzt.

[z_tilt]

Die folgenden Befehle stehen zur Verfügung, wenn der z_tilt-Konfigurationsabschnitt aktiviert ist.

Z_TILT_ADJUST

Z_TILT_ADJUST [RETRIES=<value>] [RETRY_TOLERANCE=<value>] [HORIZONTAL_MOVE_Z=<value>] [<probe_parameter>=<value>]: Dieser Befehl tastet die in der Konfiguration angegebenen Punkte ab und nimmt anschließend unabhängige Anpassungen an jedem Z-Schrittmotor vor, um die Neigung auszugleichen. Details zu den optionalen Sondenparametern finden Sie beim Befehl PROBE. Die optionalen Werte RETRIES, RETRY_TOLERANCE und HORIZONTAL_MOVE_Z überschreiben die in der Konfigurationsdatei angegebenen Optionen.

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